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Vorwort

Über das Thema mobiles Internet, Verträge, Homespot, mobile Router und SmartPhones als Hotspot kann man nächtelang ergebnislos diskutieren.

Was wir hier vorstellen ist unsere, ganz persönliche Lösung auf Grundlage unserer Erfahrung und Bedürfnisse.

Bei Pippilotta haben wir uns noch mit einem akkubetriebenen Taaschenrouter beholfen. Da bei Weingsberg nur das Dach aus GFK ist, brauchten wir dort noch eine externe Antenne.

Sterckeman baut auch die Seitenteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff. So sitzt man nicht mehr in einer Keksdose und der Empfang ist auch im Wohnwagen gut.

Wechsel vom Huawai Taschenrouter zum Teltronika RUT240

Nachdem der Akku unseres Huawai Routers anfing sich aufzublähen habe ich ihm erst einmal Hausverbot im Wohnwagen erteilt. Passiert natürlich im Urlaub, in Frankreich. 

Tatsächlich stelle der Kauf und die Leiferung in Frankreich gar nicht so ein großes Problem dar. Der Europäischen Union sei Dank.

Das die Wahl auf Teltronika fiel liegt daran, dass auch Hersteller von Komplettsystemen auf diese Marke setzen. So sieht beim Maxview Roam  der Router einem RUT240 zum Verwechseln ähnlich. 
Dazu bietet der Router einiges an  Möglichkeiten, die weit über die reine Bereitstellung einer Internetverbindung hinaus gehen:

  • Fernkonfiguration über das Teltronika RMS
  • jeweils einen digitalen Ein- & Ausgang
  • Umfangreich konfigurierbare Firewall
  • Verarbeitung von eingehenden SMS auch zum steuern des digitalen Ausgangs
  • Versand von SMS als Reaktion auf Signalwechsel am digitalen Eingang
    z.B. Einbruch, Wasser im Wohnwagen, o.ä.
  • Geofencing auf Grundlage des Mobilfunkempfangs
  • Modbus und MQTT Einbindung
  • Einrichtung von VPN-Verbindungen
    steuerbar über App, SMS oder Modbus
  • vorkonfigurierte Profile für verschiedene Situationen
    so kann zum Beispiel die komplette Konfiguration für den Betrieb mit einer französischen SIM-Karte (APN, PIN, Verbindungsregeln) gespeichtert und später wieder aktiviert werden.
  • Spannungsversorgung zwischen 9 und 30V 
    also ohne DC/DC-Wandler im Bordnetz betreibbar

Als Industrierouter sind die Geräte von Teltronika auf eine dauerhafte Verwendung ausgelegt. Die Anschlüsse der WLAN und LTE-Antennen sind als SMA-Buchsen ausgeführt, so braucht man keine winzigen TS-9 Pigtails falls der Empfang doch externe Antennen erfordert. Antennen? Ja, der Router nutzt MIMO CAT 4 und kann so 150Mbit/s bereitstellen (sofern Mobilfunkanbieter und Emfpang dies erlauben).

Das WLAN spielt den IEEE 802.11b/g/n Standard, was eine interne Kommunikation bis 600Mbit/s brutto erlaubt.

Um drahtgebunden Netzwerkteilnehmer anzubinden, was ja eigentlich die Standardaufgabe des Geräts ist, steht ein Ethernet-Anschluss mit 10/100Mbit/s zur Verfügung. Hier wird wahrscheinlich der Microcomputer angeschlossen werden.

Es ist auch ein WAN-Anschluss, zum Anschluss eines externen Modems zus Verfügung. Dieser kann aber auch als zweiter LAN-Anschluss konfiguriert werden.

Die Konfigurationsoberfläche ist etwas für sehr technik-affine Zeitgenossen. Hier folgen später noch Screenshots mit den wichtigsten Einstellungen.

Internet in Frankreich

Die deutschen Mobilfunkanbieter manchen es ihren Kunden so gut wie unmöglich, das vertraglich zugesicherte Übertragungsvolumen im Ausland auch nur annähernd zu nutzen. Dazu werden verwirrende Berechnungen aus dem Kunden berechnetem Preis, seinem Inklusivdatenvolumen und dem Grosshandlespreis angeführt. 

Hat man beispielsweise einen Vertrag mit 20GB Datenvolumen für 20€/Monat, liegt der Preis/GB bei 1€. Der Grosshandelspreis wird mit 2,20€/GB angenommen. Damit kann der Anbieter diesen Einkaufspreiss als Grundlage verwenden: 20€ / 2,20€/GB = 9,09GB. Danach ist entweder Schluss, oder die Datenautomatik schlägt zu und verursacht Zusatzkosten.

Freenet FUNK geht noch weiter und stoppt den Datenfluss im EU-Ausland nach 1GB. Punkt! AUS!
Das alles macht natürlich keinen Spass, Zumal hinter all den Marken und Namen am Ende 3 [drei] große Anbieter stehen, die europaweit aktiv sind.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten das zu umgehen:

Eine der beliebtesten Varianten für Frankreich ist Free.fr . Angefangen hat das Angebot einmal mit 100GB/Monat. Heute, im Jahr 2022 sind 210GB inklusive. Die haben wir auch bei intensiver Nutzung und reichlich Fernsehen über verschiedene Mediatheken nicht aufgebraucht. Vorsicht, für die Verbindung zu deutschen Anbietern braucht es eine VPN-Verbindung! Aber das ist ein anderes Thema.

Sehr gute Anleitung zum Beziehen der SIM-Karte bei Free.fr: https://www.canisontheroad.de/themen/leben-im-wohnmobil/mobiles-internet-in-frankreich/ inklusive Video vom Automaten.

Wichtig ist, keinen Laufzeitvertrag abzuschließen. Also auf "1 mois" klicken. Wenn man sich später mit der Identifant - Nummer und dem mot de passe in den Kundenbereich einloggt, sollte man tunlichst alle Warnungen ignorieren, dass der Vertrag gekündigt ist und am aktuellen Datum ausläuft. Das ist der Versuch, einem einen Laufzeitvertrag aufzuschwatzen. Einach nur den Verbrauch kontrollieren und alles ist gut.

Viel mehr ist es nicht. Als APN muss noch free im Router, oder Telefon eintragen und sich die PIN merken, oder eintragen. 

Bevor man Frankreich verlässt, sollte man die 

Plan B:
Wenn alle Stricke reißen, gibt es vom britischen Anbieter Three die Möglichkeit im Vorfeld eine Karte zu beziehen.